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1 (1841) Der letzte Mohikan : eine Erzählung aus dem Jahre 1757
Entstehung
Seite
465
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Felsenklippen mit so kühnem, rastlosem Schritte auf Le Subtil zu-eilte, als ob er die Gabe, in der Lust zu wandeln, besäße. Alsaber der Jäger die Scene eines so gransenhaften Mordes erreichthatte, waren die Todten allein auf der Felsenspitze.

Sein kühnes Auge warf einen einzigen Blick auf die Schlacht-opfer und überschaute dann die Schwierigkeiten der vor ihm an-steigenden Felscnhöhe. Auf der Höhe des Berges stand, geradeam Rande des schwindlichen Absturzes, in furchtbar drohender Stel-lung eine Gestalt mit hoch emporgehobenen Armen. Ohne diePerson näher zu betrachten, erhob Hawk-eye seine Büchse; aberein Felsstück, das einem der Flüchtlinge unten ans den Kopf ge-worfen ward, zeigte das vor Entrüstung glühende Antlitz des ehr-lichen Gamut. Jetzt kam Magua aus einer Felsenspalte hervor,schritt mit gleichgültiger Ruhe über die Leiche seines letzten Ge-fährten, übersprang einen weiten Felsenriß und klomm an einerStelle, wo Davids Arm ihn nicht erreichen konnte, den Berghinan. Noch ein einziger Sprung hätte ihn über den Abgrundgebracht und er wäre in Sicherheit gewesen. Ehe er jedoch denAnlauf nahm, hielt er inne, schüttelte die Hand gegen den Kund-schafter und schrie:

Die Blaßgesichter sind Hunde! Die Delaware» sind Weiber!Magua läßt sie auf den Felsen den Krähen zur Speise!"

Unter heiserem Gelächter that er einen verzweifelten Sprung,erreichte aber das Ziel nicht, obwohl seine Hände im Fallen nochein Gestrüpp an dem Rande der Höhe zu erreichen wußten.Hawk-eye drückte sich zusammen, wie ein wildes Thier, das im Be-griff ist, einen Sprung zu machen, seine ganze Gestalt zitterte sogewaltig vor Hast, daß die Mündung der halberhobenen Büchsewie ein Blatt im Winde spielte. Ohne sich mit fruchtlosen An-strengungen zu erschöpfen, ließ der kluge Magua seinen Leib derLänge nach herunter gleiten und fand ein Felsstück, auf dem seineFüße ruhen konnten. Dann bot er alle seine Kräfte zu einemDer letzte Mvhikan. 30