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1 (1841) Der letzte Mohikan : eine Erzählung aus dem Jahre 1757
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Unsere Augen blicken nach der ausgehenden, nicht nach der nieder-gehenden Sonne. Wir wissen, woher sie kommt, aber nicht, wohinsie geht. Es ist genug!"

Die Männer der Lenapen hörten seinen Worten mit all derAchtung zu, die der Aberglaube zu leihen vermag, und fandenselbst in der bildlichen Sprache, in welcher der junge Sagamoreseine Gedanken mitthcilte, einen geheimen Reiz. Uncas selbst be-obachtete mit kundigem Auge den Eindruck dieser kurzen Erläuterungund stimmte den Ton der Hoheit, welchen er angenommen hatte,allmählig wieder herab, als er bemerkte, daß seine Zuhörer befrie-digt waren. Sein Blick, der über die, um Tamenund's erhabenenSitz versammelte Menge schweifte, traf Hawk-eye in seinen Banden.Ungestüm vorschreitend drängte er sich zu seinem Freunde heran,durchschnitt mit schneller, ungeduldiger Hand die Riemen und winkteder Menge, sich zu thcilen. Die Indianer gehorchten schweigendund wieder bildeten sie einen Kreis, gleich dem vor des JünglingsErscheinen unter ihnen. Uncas nahm den Kundschafter bei derHand und führte ihn zu den Füßen des Patriarchen.

Vater," sprach er,sieh dieses Blaßgesicht an: er ist eingerechter Mann und ein Frennd der Delawaren."

Ist er er ein Sohn Miqnon's?"

Nicht doch; ein Krieger, bekannt unter den Ncngeese und ge-fürchtet von den Maquas."

Welchen Namen hat er durch seine Thatcn gewonnen?"

Wir nennen ihn Hawk-eye!" ^ versetzte Uncas, des DclawarischcnAusdrucks sich bedienend,denn sein Blick fehlt nie. Die Mingoskennen ihn noch besser durch den Tod, den er unter ihre Kriegerbringt: bei ihnen heißt er die lange Büchse."

lonxuo varabino!" rief Tamennnd, seine Augen öffnend,und den Kundschafter streng ansehend.Mein Sohn hat nicht wohlgcthan, ihn Freund zu nennen."

* Falkenauge.