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„Uncas, der Sohn Chingachgook's!" antwortete der Gefangenebescheiden, sich von der Menge wendend und sein Haupt ehrerbietigvor dem Rang und den Jahren des Andern beugend; „ein Sohndes großen Unamis!"^
„Tamennnd's Stunde ist nahe!" rief der Weise; „der Tag hatsich endlich zur Nacht gewendet! Ich danke dem Manitto, daß Einerhier ist, meinen Platz an dem Bersammlungsfeuer einznnehmen.Uncas, das Kind des llncas ist gefunden! Laßt die Augen des ster-benden Adlers in die anfgehende Sonne blicken!"
Der 'Jüngling trat leichten, aber stolzen Schrittes auf dieErhöhung hinan, wo er der ganzen bewegten und verwundertenMenge sichtbar ward. Tamenund hielt ihn lange an seinem Armegefaßt vor sich, und nahm jeden Zug des schönen Antlitzes in sichaus, mit unverwandtem Auge auf Uncas schauend, wie Einer, dersich glückliche Tage wieder zurückruft.
„Ist Tamenund ein Knabe?" rief der verwirrte Prophet endlichaus. „Habe ich von so manchem Winter geträumt — geträumt, daßmein Volk gleich dem fluchenden Sande zerstreut worden ist — von denUengeese, zahlreicher als die Blätter auf den Bäumen! Tamennnd'sPfeil würde das Hirschkalb nicht mehr schrecken, sein Arm ist welk,wie der Ast einer abgestorbenen Eiche; die Schnecke würde schnellerim Wettlauf seyn; und roch steht Uncas vor ihm, wie damals, alssie zum Kampfe mit den Blaßgesichtern zogen! Uncas, der Pantherseines Stammes, der älteste Sohn der Lenapen, der weiseste Sa-gamore der Mohikaner! Sagt mir, ihr Delawaren, hat Tamenundhundert Winter lang geschlafen?"
» Die ruhige, tiefe Stille, die diesen Worten folgte, verkündetezur Genüge, mit welch ehrerbietiger Scheu die Mittheilung desPatriarchen von seinem Volke ausgenommen worden war. Niemandwagte zu antworten, und Alle starrten in athemloser Erwartung,Was folgen werde. Uncas aber, der ihm mit der Zärtlichkeit und* Schildkröte.