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1 (1841) Der letzte Mohikan : eine Erzählung aus dem Jahre 1757
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Seite
408
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diesem Augenblicke bin, wollte ich dir meine Kugel durch das Herzjagen! Warum sollt' ich's nicht? Warum? Weil meine Farbe mir'snicht zuläßt, und ich über zarte, unschuldige Wesen Unheil herab-rufcn könnte! Wenn du ein Wesen kennst, wie Gott, so danke ihmin deinem innersten Herzen du hast allen Grund dazu!"

Die wutherglühtc Miene, das grimmige Auge und die schwellendeGestalt des Kundschafters brachte einen Eindruck stiller Ehrfurchtans die Hörer hervor. Die Delaware» hielten vor Erwartung denAthem an: aber Magua blieb, wiewohl er der Schonung seinesFeindes mißtraute, ruhig und unbeweglich stehen, wo ihn die Mengein dem Gedränge festhielt, als scy er mit der Erde verwachsen.

Besser machen!" wiederholte der junge Delaware, an derSeite des Kundschafters.

Besser machen was? Narr? was?" rief Hawk-eye,immer noch ergrimmt seine Waffe über dem Haupte schwingend, ob-gleich sein Auge nicht länger Magua suchte:

Wenn der weiße Mann der Krieger ist, für den er sich aus-gibt," sprach der betagte Häuptling,so schieße er näher andas Ziel!"

Der Kundschafter lachte laut ein Geräusch, welches Hey-ward wie übernatürlich klang und ihn znsammenschrccken machteließ das Gewehr schwer in die ansgereckte linke Hand fallen, esging los, scheinbar durch die Erschütterung, trieb die zerschmet-terten Stücke des Gefäffes in die Luft und streute sie auf allenSeite» umher. Beinahe in demselben Augenblick hörte man denrasselnden Schall der Büchse, wie er sie verächtlich zu Boden warf.

Der erste Eindruck eines so außerordentlichen Auftritts warsteigende Bewunderung. Dann lief ein leises Gemurmel durch dieMenge, das allmählig lauter ward und inehr und mehr anschwel-lend endlich einen lebhaften Gegensatz in den Gefühlen der Zu-schauer kund gab. Während Einige einer so beispiellosen Geschick-lichkeit unverholen ihren Beifall zollten, war der bei weitem größere