„er wird keinen Wechsel finden. Es ist wahr, meine jungen Krie-ger gingen nicht auf dem Kricgspsade; fie hatten Träume, die esihnen verwehrten. Aber sie lieben und verehren den großen WeißenHäuptling."
„Wird Er so denken, wenn er hört, daß sein größter Feindin dem Lager seiner Kinder genährt wird? — Wenn man ihm er-zählt, daß ein blutdürstiger Uengee an eurem Feuer raucht? daßdas Blaßgesicht, welches so viele seiner Freunde erschlagen hat,beiden Delawaren aus und eingeht? Geht — mein großer Canada-vater ist kein Thor!"
„Wo ist der Uengee, den die Delawaren fürchten?" entgegneteder Andere; „wer hat meine jungen Männer erschlagen? Wer istder Todfeind meines großen Vaters?"
„Ilm lonAne Oarabine!"
Die Delawarenkriegcr schracken bei dem wohlbekannten Namenauf und verriethen durch ihr Erstaunen, wie sie jetzt erst erfuhren,daß ein unter den indianischen Verbündeten Frankreichs so viel-gerühmter Krieger sich in ihrer Gewalt befinde.
„Was meint mein Bruder?" fragte Im voear <Iur in einemTone der Neberraschung, der weit über die sonstige Gleichgültigkeitseines Volkes ging.
„Ein Hurone lügt nie!" entgegnete Magna kalt, sein Hauptan die Wand der Hütte lehnend und sein leichtes Gewand über diesonngcbräunte Brust ziehend. „Wenn die Delawaren ihre Gefan-genen zählen, so werden sic Einen finden, dessen Haut weder rothnoch blaß ist."
Eine lange Pause des Nachdenkens folgte. Der Häuptlingbericth sich zur Seite mit seinen Gefährten, und Boten wurdenausgesandt, um noch andere ausgezeichnete Männer des Stammeshcrbeizuholen.
Ein Krieger nach dem andern kam heran und wurde mit derwichtigen Nachricht, welche Magna eben mitgetheilt hatte, bekannt