Druckschrift 
1 (1841) Der letzte Mohikan : eine Erzählung aus dem Jahre 1757
Entstehung
Seite
397
Einzelbild herunterladen
 

397

Fremde Moccasills sind um mein Lager gewesen; ihre Spurreichte bis an meine Hütten."

Hat mein Bruder die Hunde lstnausgejagt?" fragte Magna,ohne auf die frühere Zweideutigkeit in der Antwort des Häupt-lings zu achten.

Das ging nicht an. Der Fremde ist den Kindern der Lena-Pen stets willkommen."

Der Fremde, aber nicht der Spion!"

Schicken die Vengeese ihre Weiber als Spionen? Sagtenicht der Hnronenhänptling, er habe Weiber in der Schlacht znGefangenen gemacht?"

Er hat keine Lüge gesprochen. Die Vengeese haben ihreKundschafter ausgesendet. Sie sind in meinen Wigwams gewesen,haben aber keinen Willkomm gefunden: dann flohen sie zu den De-laware» denn, sagen sie, die Delawarcn sind unsre Freunde;ihre Gemüthcr sind unserem Canadavater entfremdet!"

Diese Wendung, die in das Herz traf, zeigte den Meister undhätte Magna in gebildeteren Kreisen der. Gesellschaft den Rufeines geschickten Diplomaten verdient. Der neuerliche Abfall ihresStammes hatte den Delawaren, wie sie selbst wohl wußten, vieleVorwürfe von Seiten ihrer französischen Verbündeten zngczogen,und sie mußten jetzt fühlen, daß ihre künftigen Schritte mit Eifer-sucht und Mißtrauen bewacht werden würden. Es bedurfte keinertiefen Einsicht in Ursache und Wirkung, um vorausznsehen, daßeine solche Lage der Dinge ihren künftigen Bewegungen höchstnachtheilig werden konnte. Ihre entfernten Dörfer, ihre Jagdre-viere und Hunderte von Weibern und Kindern, selbst ein wesent-licher Theil ihrer Streitkräfte, befanden sich augenblicklich inner-halb der Gränzen des französischen Gebiets. So wurde diese be-unruhigende .Kunde, wie Magna beabsichtigte, mit offenbarer Miß-billigung, wo nicht mit Bestürzung ausgenommen.

Mein Vater blicke in mein Gesicht," sprach l,e voeur äur,