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der Tochter, als ob sie noch nie zuvor geweint hätte. Die be-sänftigende Zärtlichkeit Duncan's stillte jedoch bald den ersten Aus-bruch ihres Schmerzes, uud sie hörte ihm mit ungetheilter Auf-merksamkeit, wenn nicht mit Fassung zu, bis er mit seiner Erzäh-lung zu Ende war.
„Und jetzt, Alice," fügte er hinzu, „werden Sie sehen, wieviel wir noch von Ihnen erwarten müssen. Mit Hülfe unsereserfahrenen und unschätzbaren Freundes, des Kundschafters, könntees möglich werden, den Händen dieses wilden Volkes uns zu ent-ziehen. Sie werden aber alle Ihre Seelenstärke ausbieten müssen:bedenken Sie, daß Sie den Armen Ihres ehrwürdigen Vaterszueilen, und wie sehr sein und Ihr Glück von Ihren Anstrengun-gen abhängt."
„Kann ich anders für einen Vater handeln, der so viel fürmich gethan hat?"
„Und auch für mich," fiel der Jüngling ein, ihre Hand, dieer zwischen den seinigen hielt, saust drückend.
Der Blick der Unschuld und Ueberraschung, der aus ihrem Augeauf Heyward fiel, sagte diesem, daß er sich deutlicher erklären müsse.
„Hier ist weder Ort noch Zeit, Sie mit selbstischen Wünschenbekannt zu machen," fügte er hinzu, „aber welches Herz, so ge-preßt, wie das meinige, sollte nicht wünschen, seine Bürde abzu-werfen? Unglück, sagt man, sey das mächtigste aller Bande; waswir gemeinschaftlich um Ihretwillen erduldet haben, ließ nur wenigzwischen Ihrem Vater und mir dunkel."
„Und meine theuerste Cora, Duucan; gewiß ist Cora nichtvergessen worden?"
„Nicht vergessen! nein, sie ist bemitleidet, betrauert worden,wie selten ein Mädchen zuvor. Ihr ehrwürdiger Vater kanntekeine» Unterschied zwischen seinen Kindern; aber ich — Alice, Siewerden mir vergeben, wenn ich sage, daß für mich ihr Werth inetwas verdunkelt — "