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1 (1841) Der letzte Mohikan : eine Erzählung aus dem Jahre 1757
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Hütten zu dringen. Das Gemach, in welches Dnncan mit seinemFührer zuerst eintrat, war ausschließlich der Bequemlichkeit derKranken gewidmet. Er näherte sich Ihrem Lager, das von Weibernumgeben war, in deren Mitte Heyward zu seiner Ueberraschungden vermißten Freund David entdeckte.

Ein einziger Blick überzeugte den vorgeblichen Arzt, daß dieKranke der Hülfe der Heilknnst bereits entrückt sey. Sie lag Ineiner Art Lähmung, gleichgültig gegen ihre ganze Umgebung,und schien zum Glücke ihre Leiden nicht zu empfinden. Heywardwar es keineswegs unlieb, daß er seine Gaukeleien an einem Wesenüben sollte, das sich viel zu schlecht befand, um an ihrem Erfolgoder Mißlingen noch Interesse zu nehmen. Der leichte Gewissens-skrupel, den sein vvrgehabter Betrug in ihm erregt hatte, waralsbald beschwichtigt, und er begann eben seine Gedanken zu sam-meln, um seine Rolle mit gebührendem Nachdruck zu spielen, alser fand, daß ein Anderer seiner Geschicklichkeit zuvorkommen unddie Gewalt der Musik erproben wollte.

Gamut, der bereit gewesen war, seinen Geist zu einem Gesangzu erheben, als die neuen Ankömmlinge eintraten, zog nach augen-blicklichem Aufschub einen Ton aus seiner Pfeife und begann eineHymne, die Wunder gewirkt haben würde, wenn der feste Glaubean ihre Wirksamkeit hier von Belang hätte seyn können. Manließ ihn zu Ende singen, da die Indianer seine vermeintlicheGeistesschwäche schonten, und dem jungen Soldaten der Verzugzu gelegen kam, um die geringste Unterbrechung zu wagen. Dieletzte hinsterbende Cadenz klang eben in Duncan's Ohren, da fuhrer erschreckt bet Seite, denn er hörte dieselben Strophen hintersich mit einer Stimme wiederholen, die, nur halb menschlich, wieaus einem Grabe herauftönte. Er sah um sich und erblickte daszottige Unthier in einem schattigen Winkel der Höhle, auf denHinterbeinen sitzend, wo es seinen Leib in der unruhigen Weisedieser Thiere rastlos hin und her wiegte, und mit dumpfem Brummen