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1 (1841) Der letzte Mohikan : eine Erzählung aus dem Jahre 1757
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die Grenze Canadas. Das ältere Mädchen ist zu einem benach-barten Volke gebracht worden, dessen Wohnungen dort hinter jenenschwarzen Felsengipfeln liegen; die jüngere aber muß bei den Wei-bern der Huronen bleiben, deren Hütten nur zwei kurze Meilenvon hier auf einem Tafellands stehen, wo das Feuer die Diensteder Art versehen, und den Ort für ihre Aufnahme bereitet hat."

Alice, meine sanfte Alice!" rief Heyward mit gedampfterStimme,Du hast sogar den Trost verloren, bei Deiner Schwe-ster zu seyn."

Gewiß. Aber alle Aufrichtung, die das Gebet und Lobgc-sänge dem niedergebeugten Geist geben können, ist ihr zu Theilgeworden."

Hat sie denn noch Sinn für die Musik?"

Ja, wenn sic ernst und feierlich ist; obgleich ich bekennenmuß, daß das Mädchen, allen meinen Bemühungen zum Trotz,öfter weint, als lächelt. In solchen Augenblicken gebiete ich denheiligen Gesängen Schweigen; aber es gibt manche liebliche Mo-mente tröstlicher Mittheilung, da dann die Wilden erstaunt auf-horchen, wenn wir unsere Stimmen zum Himmel erheben."

Und warum läßt man Euch so unbewacht umher gehen?"

David versuchte seinen Zügen einen Ausdruck bescheidenerDemuth zu geben, ehe er mit sanfter Stimme antwortete:

Wenig Rühm gebührt einem Wurme, wie ich bin. Aberwenn auch die Macht des Psalmengesangs während der Scene aufjenem schrecklichen Blutfeld unterbrochen ward, so hat er doch selbstauf die Gemüther der Heiden seinen Einfluß wieder gewonnen, undich darf gehen und kommen, wie ich will."

Der Kundschafter lachte, berührte bedeutungsvoll seine eigeneStirne und erklärte vielleicht diese absonderliche Nachsicht nochgenügender, indem er sagte:

Die Indianer thun einem Verwirrten nie etwas zu Leide.Warum aber, wenn der Weg offen vor Euch lag, wandeltet Ihr