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1 (1841) Der letzte Mohikan : eine Erzählung aus dem Jahre 1757
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Montcalm mit seinem Heere zurückgezogen und unsere Abenteurermußten für möglich halten, er habe einige Indianer als Hinterhaltzurückgclaffen, um den Nachtrab zu decken und die Streifzügler znsammeln. Sie nahten sich also der Durchfahrt in tiefstem Still-schweigen und mit ihrer gewöhnlichen Vorsicht.

Chingachgook legte sein Nnder bei Seite, während llucas undder Kundschafter das leichte Fahrzeug durch die Schlangenwindungender Kanäle trieben, wo sic mit jedem Fuße, den sie vordrangen,ans ein plötzliches Hemmniß gefaßt scyn mußten. Die Angen desSagamoren rollten, während das Canoc sich leicht fortbewegte, be-hutsam von Insel zu Insel, von Busch zu Busch; und sein scharferBlick schweifte, sobald die Weite des Spiegels cs erlaubte, längsder kahlen Felsen und der darüber hängenden Waldungen, welchedie enge Wasserstraße begränzten.

Heyward, den die Schönheit der Natur auf der einen Seite,ans der andern die in seiner Lage natürlichen Besorgnisse zn einemdoppelt aufmerksamen Zuschauer machte, glaubte schon, daß fürdie letztem kein genügender Grund vorhanden gewesen, als dieRuder auf ein von Chingachgook gegebenes Zeichen plötzlich stillehielten.

Hngh!" rief Nncas beinah in demselben Augenblick, wo seinVater durch einen leichten Schlag auf de» Rand des Canocs aufeine nahe Gefahr aufmerksam gemacht hatte.

Was gibt es?" fragte der Kundschafter;der See ist soglatt, als ob nie ein Wind darüber geweht hätte, und ich kamihn meilenweit überblicken: nicht einmal der schwarze Kopf einerWaffcrentc ragt über seine Oberfläche hervor."

Der Indianer hob ernsthaft sein Ruder aus und deutete auf einenPunkt, dem sich seine Augen unverrückt znwandten. Dnncans Augenfolgten der Bewegung. Wenige Ruthen vor ihnen lag eine niedere,bewaldete Insel, schien aber so still und friedlich, als ob ihre Einsam-keit nie durch den Tritt eines Menschen gestört worden wäre.