.Warum toben die Heiden so wüthcnd?»
„Genug!" sprach Heyward, seine musikalische Standrede unter-brechend; „wir verstehen einander; es ist Zeit, daß jeder von unsseiner Pflicht nachgehe."
Gamut stimmte ein und sie suchten die beiden Schwestern auf.Cora empsing ihren neuen, etwas sonderbaren Beschützer wenigstensmit Artigkeit; und selbst Alicens blaffe Gesichtszüge überschlich wiederein Zug ihrer angebornen Schalkhaftigkeit, als sie Heyward fürseine Fürsorge dankte. Dnncan versicherte ihnen, er habe so vielgethan als die Umstände erlaubten, und, wie er glaube, genug fürihre Sicherheit, da keine wirkliche Gefahr vorhanden sei. Er sprachdann heiter von seinem Plane, einige Meilen vom Hudson wiedermit ihnen zusammenzutreffen, sobald er die Vorhut bis an denFluß geführt, und nahm alsbald Abschied.
Das Zeichen zum Abmarsch war indessen gegeben worden,und die englische Kolonne bereits in Bewegung. Die Schwesternerschrocken bei dem Trommelschlag, und um sich blickend wurden sicdie weißen Uniformen der französischen Grenadiere gewahr, welchedie Thore des Forts bereits in Besitz genommen hatten. In diesemAugenblicke schien plötzlich eine ungeheure Wolke an ihren Häupternvorüberzuziehen, und emporschauend erblickten sic über sich dieweiten Falten der Standarte von Frankreich.
„Laßt uns gehen!" sprach Cora; „dies ist kein schicklicherAufenthalt mehr für die Kinder eines englischen Offiziers."
Alice hing sich an den Arm ihrer Schwester und zusammenverließen sie den Paradeplatz, umringt von der sich langsam fort-bewegenden Menge. Als sie durch den Thorweg gingen, verbeugtensich die französischen Offiziere, welche ihren Rang erfahren hatten,oft und tief, enthielten sich aber weiterer Aufmerksamkeiten, die,wie ein feiner Takt ihnen sagte, nicht an der Stelle seyn konnten.Da alle Wagen und Lastthierc für Kranke und Verwundete in Anspruchgenommen waren, so hatte Cora beschlossen, mit ihrer Schwester lieber