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1 (1841) Der letzte Mohikan : eine Erzählung aus dem Jahre 1757
Entstehung
Seite
206
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Unsere Wälle find Erdschanzen, es ist wahr» und ruhen aufseinem Diamantfelsen, aber fie stehen an einem Ufer, das Dieskauund seinem Heer verderblich geworden ist. Nur wenige Stundenist eine beträchtliche Macht von uns entfernt» die wir als einenTheil unsrer Vertheidignngsmittcl betrachten."

Ja, sechs bis achttausend Mann," erwiederte Montcalm, wiees schien, mit großer Gleichgültigkeit,und ihr Chef hält sich hin-ter seinen Schanzen für sicherer, als in offnem Felde."

Jetzt war es an Heyward, sich vor Aerger in die Lippe zubeißen, da der Andere so kaltblütig von Truppen sprach, derenStärke, wie der junge Mann wohl wußte, so sehr übertrieben wor-den war. Beide schwiegen eine kleine Weile; endlich nahm Mont-calm wieder das Wort und gab zu verstehen, daß er bei dem Be-suche des Offiziers keinen andern Zweck voraussetze, als Bedingnwgen zur Nebergabe vorzuschlagen. Auf der andern Seite suchteHeyward dem französischen General Aeußerungen zu entlocken, ausdenen sich auf die in dem aufgefangenen Briefe enthaltenen Ent-deckungen hätte schließen lassen. Keiner von Beiden erreichte jedochseinen Zweck; und nach einer länger» und fruchtlosen Besprechungentfernte sich Duncan mit einer vortheilhasten Meinung von derArtigkeit und den Talenten des feindlichen Anführers, aber ohneAufschlüsse über den eigentlichen Zweck seiner Sendung erhalten zuhaben. Montcalm begleitete ihn bis an die Thüre seines Zeltesund wiederholte seine Einladung an den Kommandanten des Forts,mit ihm auf einem offeness, Platze zwischen beiden Heeren zu einerunmittelbaren Besprechung zusammen zu treffen.

Sie trennten sich und Duncan kehrte unter gleicher Begleitung,wie zuvor, an die Vorposten der Franzosen zurück, von wo er sichsogleich in das Fort und in das Quartier seines Befehlshabers begab.