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„Es ist eine weise Verordnung in unserem salischen Gesetz,,die Krone von Frankreich soll nie von der Lanze an den Rockenübergehen/ versetzte Montcalm trocken und mit einer gewissen Ho-heit, ging aber sogleich wieder in einen Ton leichter Höflichkeit über:„da alle edleren Eigenschaften sich vererben lassen, so will ich Ihnengerne glauben; aber, wie ich schon sagte, auch der Muth hat seineGränzen »nd auch die Menschlichkeit spricht ihr Recht an. Ichhoffe, mein Herr, Sie find bevollmächtigt, über die Bedingungender Uebergabe des Forts zu unterhandeln?"
„Haben Euer Ercellenz unsere Vertheidigung so schwach ge-funden, daß Sie diese Maßregel nothwendig glauben?" —
„ES sollte mir leid thun, wenn sich die Vertheidigung so langehinauszöge, daß meine rothen Freunde dort noch mehr gereizt wür-den," fuhr Montcalm fort, indem er seine Augen auf die Gruppeaufmerksamer und finsterer Indianer richtete, ohne auf die Fragedes Andern zu achten: „ich finde es schon jetzt schwierig, sie in denGränzen unsrer Kriegsgebräuche zu halten."
Heyward schwieg: denn eine peinliche Erinnerung an die Ge-fahren, denen er eben erst entronnen war, und an die Leiden, welchejene wehrlosen Geschöpfe mit ihm getheilt hatten, drang sich seinemGeiste auf.
„Diese Herren da," fuhr Montcalm fort, indem er seinen ver-meintlichen Vortheil verfolgte, „find äußerst furchtbar, wenn sie sichin ihrer Hoffnung getäuscht sehen, und ich brauche Ihnen nicht zusagen, wie schwer es mir fällt, ihren Unmuth in Schranken zuhalten. Nun, mein Herr, wollen wir von den Bedingungensprechen?"
„Ich fürchte, Euer Ercellenz find über die Stärke von WilliamHenry und die HülfSquellen der Besatzung getäuscht worden!"
„Ich belagere nicht Quebec, sondern eine Erdschanze, die vonzweitausend dreihundert wackern Soldaten vertheidigt wird," warseine kurze, aber lakonische Antwort.
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