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Ohne sich in eine überflüssige Erörterung oder Vergleichungher Höflichkeitsverdienste dieser oder jener Nation einznlassen,verstand sich Duncan mit Freuden dazu, bei der bevorstehendenUnterredung die Stelle des Veteranen zu vertreten. Ehe er sichverabschiedete, folgte eine lange, vertrauliche Mittheilung, in welcherder junge Mann von dem, was ihm oblag, noch genau unterrichtetwurde, wie es eben die Erfahrung und der eigenthümliche Scharf-sinn seines Obern eingeben mochte. Da Duncan nur als der
Stellvertreter des Befehlshabers auftrat, so sielen natürlich dieFörmlichkeiten, welche eine Unterredung der Häupter beider feindlichenStrcitkrlfte begleitet hätten, weg. Der Waffenstillstand dauertenoch fort, und unter dem Wirbeln der Trommeln trat Duncan,von einer kleinen weißen Fahne begleitet, zehen Minuten nach demEmpfang seiner Verhaltungsbefehle aus dem Ausfallthor. Er-wurde von dem Offizier, der die Vorposten befehligte, mit den ge-viöhnlichen Förmlichkeiten empfange» und sogleich zu dem entferntenZelte des berühmten Kriegsmanns geführt, der an der Spitze desfranzösischen Heeres stand.
Der feindliche General empfing den jugendlichen Abgesandten,-umgeben von seinen hohen Offizieren und einer dunkeln Schaarindianischer Häuptlinge, welche ihn mit den Kriegern ihrer verschie-denen Stämme in das Feld begleitet hatten. Hepward stand einenAugenblick stille, als seine Augen mit einem flüchtigen Blicke überdie dunkle Gruppe der letztem schweiften und den boshaften ZügenMagna's begegneten, welcher ihn mit der diesem Wilden eigenen,ruhigen, aber düstern Aufmerksamkeit betrachtete. Ein Ausruf desErstaunens wollte den Lippen des jungen Mannes entschlüpfen;schnell erinnerte er sich aber seines Auftrags und seiner Umgebung,und jeden Schein von Aufregung unterdrückend, wandte er sich gegenden feindlichen Anführer, der ihm bereits einen Schritt entgegengetreten war.
Der Marquis von Montcalm stand in der Zeit, von welcher