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1 (1841) Der letzte Mohikan : eine Erzählung aus dem Jahre 1757
Entstehung
Seite
190
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Du scheinst mir eher ein Feind von Frankreich! Halt! oderbei Gott, ich will Dich mit dem Teufet gut Freund machen! Ka-meraden, Feuer!"

Der Befehl fand sogleich Gehör und der Nebel wurde vondem Knall von fünfzig Musketen erschüttert. Zum Glück war falschgezielt, und die Kugeln durchpfiffen die Lust in einer verschiedenenRichtung, aber doch immer so nahe, daß es den ungeübten OhrenDavids und der beiden Mädchen dünkte, sie sausten nur ein PaarZoll von ihnen vorbei. Der Ruf ward wiederhold und der Befehlnicht allein znm Feuern, sondern selbst zur Verfolgung war nurzu gut vernehmbar. Als Heyward kurz den Sinn des Gehörte»erklärt hatte, hielt Hawk-eye an und sprach entschlossen und fest:

Laßt uns anch Feuer geben, dann glauben sie, es sey einAusfall und weichen, oder warten auf Verstärkung."

Der Plan war gut, blieb aber ohne Erfolg. So bald die Fran-zosen die Gewehrsalve hörten, war es, als ob die ganze Gegendlebendig würde, und Flinten klirrten die Ebene entlang von denUfern des See's bis an den. fernsten Saum der Wälder.

Wir kriegen das ganze Heer auf den Hals und führen einenallgemeinen Sturm herbei," sprach Duncan;voran, mein Freund,wenn euch euer und unser Leben lieb ist."

Der Kundschafter wollte willfahren, aber in der Verwirrungdes Augenblicks hatte er seine Stellung verändert und die Richtungverloren. Vergeblich hielt er seine Wangen gegen den Wind, nichtdas leiseste Lüftchen wehte mehr. In dieser Noth bemerkte Uncasdie Furche der Kanonenkugel, welche hier die Spitzen von dreinahe an einander liegenden Ameisenhaufen weggenommer. hatte.

Laßt mich 'mal schauen!" sagte Hawk-eye, bückte sich, umdie Richtung zu erkennen, und setzte rasch seinen Weg fort.

Geschrei, Flüche, rufende Stimmen, Flintenschüsse folgten sichununterbrochen und, wie es schien, von allen Seiten. Plötzlicherleuchtete ein starker Feuerstrahl die Scene, der Nebel stieg in