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„Verlaß mich!" sprach sie mit einer Feierlichkeit, die für einenAugenblick sogar die Wildheit des Indianers zurückdrängte; dumischest Bitterkeit in meine Gebete; du stehst zwischen mir undmeinem Gott!"
Der leichte Eindruck, den fie auf den Wilden machte, warjedoch bald vorüber und er fuhr mit bitterem Hohn, auf Alicedeutend, fort:
„Sieh!" sprach er, „das Kind weint! Sie ist noch zu jungzum Sterben! Schicke ste zu Munro, ihm die grauen Haare zukämmen und Leben in dem Herzen des alten Mannes zu erhalten."
Cora konnte dem Verlangen nicht widerstehen, auf die jugend-liche Schwester zu schauen, in deren Auge ste einem stehenden Blickebegegnete, der Liebe zum Leben verrietst.
„Was sagt er, liebste Cora? fragte Alice mit zitternder Stimme.„Sprach er davon, mich zu unfern Vater zurückzusenden?"
Einige Augenblicke ruhten die Augen der ältern Schwester ansder jüngern, während in ihren Zügen mächtige und mit einanderstreitende Gefühle kämpften. Endlich sprach sie, obgleich ihre Tönejene reiche, ruhige Fülle verloren hatten, mit einem Ausdruck fastmütterlicher Zärtlichkeit:
„Alice, der Hurone bietet uns beiden das Leben an — ja,inehr noch als dies; er will sogar Dnncan — unfern unschätzbarenDuncan sowohl, als dich, unfern Freunde» — unsrem Vater —unserem kinderlosen, unglücklichen Vater znrückgeben, wenn ich diesenrebellischen, eigensinnigen Stolz beuge und mich dazu verstehe —"
Ihre Stimme stockte und ihre Hände faltend blickte fie genHimmel, als suchte sie in ihrer Todesangst Erleuchtung von derWeisheit des Unendlichen.
„Sprich!" rief Alice; „zu was, theuerste Cora? O.daß dasAnerbieten mir gemacht würde! euch zu retten, den betagten Vaterzu trösten! Duncan zu befreien, wie freudig könnte ich sterben!"
„Sterben!" wiederholte Cora mit einer ruhiger» und festeren