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1 (1841) Der letzte Mohikan : eine Erzählung aus dem Jahre 1757
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ergießen zu Wüllen. Während sich aber ihre Lippen bewegten, schienenihr die Worte durch einen neuen und plötzlichen Eindruck im Munde zuersterben. Die Blüte ihrer Wangen wich der Bläffe des Todes; ihresanften, schmelzenden Augen erstarrten und schiene» sich vor Entsetzenkrampfhaft zusammen zu ziehen, während ihre Hände, zum Dankgebetgen Himmel erhoben, niedersanken nnd ihre Finger in eonvulsivischerBewegung vorwärts wiesen. Alsbald folgten Heyward's Augen derangedeutcten Richtung und über dem obern Rande des Felsens, der dieSchwelle des offenen Ansgangs bildete, erblickte er die boshaften,wilden und grimmigen Züge von le Nenard Subtil!

In diesem Augenblick der Ueberraschung verließ Heyward seineSelbstbeherrschung nicht. In dem leeren, ausdrucklosen Gesichte desIndianers las er, daß sein Auge, an das Tageslicht gewöhnt, nochnicht im Stande war, das Dämmerlicht in der Tiefe der Höhle zudurchdrungen. Schon wollte er mit seinen Begleiterinnen hinter eineKrümmung an der natürlichen Wand zurücktretcn, die sie vielleichtverborgen hätte, als ein plötzlicher Schimmer der Freude, der überdas Gesicht des Wilden fuhr, ihm sagte, es sey zu spät und sie seyeuverrathen.

Dem empörenden Blick des Frohlockens und des barbarischen Tri-umphes, der diese schreckhafte Wahrheit bestätigte, konnte Heyward un-möglich widerstehen. Alles vergessend und nur dem Triebe seines heiße»Blutes folgend, hob Dunean seine Pistole und gab Feuer. Bom Knalldieser Waffe erdröhnte die Höhle, wie beim Ausbruch eines Vulkans, nndals der Ranch von dem Luftzuge der Felsenschlucht vertrieben war, fander die Stelle leer, die eben noch die Züge seines verrätherischcn Führerseingenommen hatten. An den Ausgang stürzend sah Hcyward nur nochden Schein seiner dunkel» Gestalt, wie er sich um den nieder» Randeines Felsens schlich, der ihn bald seinen Augen entrückte.

I Unter den Wilden herrschte eine Todtcnstille ans die Erplosion

die sich aus den Eingeweide« des Felsens hatte vernehmen lassen.Als aber Renard seine Stimme zu einem langen und ihnen