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seiner Beine, welche er unvorsichtiger Weise bloßgestellt hatte.Ihre Büchsen feuerten gemeinschaftlich; da sank er auf seinverwundetes Bein zusammen, so daß ein Theil seines Leibes zumVorschein kam. Mit Blitzesschnelle benützte Hawk-eye diesen Vortheilund feuerte sein Gewehr »ach dem Gipfel der Eiche ab. DieBlätter bewegten sich ungewöhnlich, die gefährliche Büchse fiel vonder Höhe herab und nach wenigen Minuten vergeblicher Anstrcn-gung zeigte sich die Gestalt des Wilden in der Luft schwebend,während er noch einen knorrigen nackten Ast des Baumes verzweif-lungsvoll umklammert hielt „Gebt ihm —um Gottes Willen! gebtihm noch eine Kugel!" rief Duncan, seine Augen abwendendvor Grauen über das Schauspiel, ein Mitgeschöpf in solch ent-setzlicher Todesangst zu sehen.
„Kein Korn!" rief der harte Hawk-eye: „sein Tod ist gewiß,und wir müssen das Pulver sparen: Kämpfe mit Indianern dauernoft ganze Tage: 's gilt ihren, oder unfern Skalpen! und Gott,der uns erschaffen, hat in unsere Natur den Wunsch gelegt, dieHaut auf dem Kopfe zu behalten!" Gegen diese strenge und unbeug-same Moral, die noch durch eine so handgreifliche Politik unterstütztwurde, ließ sich nichts einwendcn. Von diesem Augenblicke an ver-stummte das Geheul in den Wäldern wieder, das Feuer hörte auf,und Aller Augen, der Freunde sowohl als der Feinde waren aufdie hoffnungslose Lage des Unglücklichen gerichtet, der zwischen Him-mel und Erde schwebte. Sei» Körper wurde vom Winde hin undher getrieben, und obwohl dem Schlachtopfer kein Aechzen oberStöhnen entfuhr, so gab es doch Augenblicke, wo er grimmigeBlicke aus seine Feinde herniederschoß, und die Angst kalter Ver-zweiflung malte sich trotz der Entfernung sehr deutlich aufseinenschwärzlichen Zügen. Drei Mal hob der Kundschafter mitleidigseine Büchse und drei Mal gewann es die Klugheit über sei» Ge-fühl: schweigend senkte er sie wieder. Endlich ließ der Hurone eineHand los und erschlafft sank sie an seine Seife herab. Ein«