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1 (1841) Der letzte Mohikan : eine Erzählung aus dem Jahre 1757
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Unternehmungsgeist seiner früheren Kriegs- und Staatsmänner ge-bracht hatten, hcrabgestnrzt. Nicht länger von seinen Feinden ge-fürchtet, verloren seine Diener bald auch das Vertrauen auf sichselbst. Bei diesem drückenden Zustand der Erniedrigung waren dieKolonisten, obgleich unschuldig an seiner Schwäche, und zu niedriggestellt, um an solchen Mißgriffen Schuld zu haben, die natür-lichen Opfer derselben. Sie hatten erst noch gesehen, wie ein aus-erlesenes Heer aus dem Lande, das sic bisher als Mutter verehrte»und für unbesiegbar gehalten, unter den Befehlen eines Führers, derwegen seiner seltenen kriegerischen Verdienste aus einer Schaar erfahre-ner Kriegsmänner auserwählt worden, von einer Handvoll Franzosenund Indianer schimpflich zersprengt worden war, und vor völliger Ver-nichtung nur bewahrt wurde durch die kalte Besonnenheit eines virgini-schen Knaben, dessen Ruf, durch die Zeit gereift, sich seitdem, kraft desEindruckes, dessen sittliche Große nie verfehlt, bis an die äußerstenGränzen der christlichen Welt verbreitet hat. * So war durch diesenunerwarteten Unstern die Gränze weithin blosgegeben und wesent-licheren Uebcln gingen tausend eingebildete und erträumte Gefahrenvoraus. Die bestürzten Kolonisten glaubten, das Geheul der Wil-den mische sich in jeden Windstoß, der aus den endlosen Waldungendes Westens pfiff. Der furchtbare Charakter ihrer erbarmungslosenFeinde vermehrte noch die natürlichen Schrecken des Kriegs überalle Beschreibung. Zahllose neuere Gemetzel lebten noch in ihrer

» Washington, welcher den europäische» General erst vergeblich vorder Gefahr warnte, in die er sich unbesonnen stürzte, und dann die Restedes britischen Heers bei dieser Gclegeuheil durch seine Entschlossenheitund Tapferkeit rettete. Der Ruhmi den Washington in dieser Schlachtärntete, war der Hauptgrund, warum er später den Oberbefehl über dieamerikanischen Heere erhielt. Merkwürdig ist, daß, während ganz Amerikavon seinem wohlverdienten Ruhme wiedertönte, sein Name in keinemeuropäischen Schlachtberichtc erscheint, wenigstens hat ihn der Verfasservergeblich gesucht. So verschlingt der Mutterstaat bei solcher NegierungS-weise selbst den gerechtesten Ruhm.