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1 (1841) Der letzte Mohikan : eine Erzählung aus dem Jahre 1757
Entstehung
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Erstes Kapitel.

Mein Ohr ist offen und mein Herz bereit.

Nur weltlichen Verlust, nicht SchlimmreS kannstDu melden. Sage, ist mein Reich verloren?

Shakespeare.

Es war eine Eigenthümlichkcit der Kriege, welche in den Ko-lonien Nordamerikas geführt wurden, daß die Mühseligkeiten undGefahren der Wildnisse zu bestehen waren, ehe noch die feindlichenHeere sich begegnen konnten. Ein breiter Gürtel von scheinbarundurchdringlichen Wäldern trennte die Besitzungen der feindlichenProvinzen von Frankreich und England. Der kühne Pflanzer undder geübte Europäer, der an seiner Seite focht, kämpften oft Mo-nate lang mit reißenden Waldströmen, oder suchten rauhe Gebirgs-pässe gangbar zu machen, um Gelegenheit zu finden, ihren Muthin mehr kriegerischem Kampfe zu zeigen. Aber wetteifernd mit derAusdauer und Selbstverläugnung der erfahrenen eingebornen Krie-ger lernten sie jede Schwierigkeit überwinden; und es wollte schei-nen, daß mit der Zeit kein Winkel in den Waldungen so finster,kein Versteck so abgelegen wäre, in den sie nicht zu dringen wag-ten, die ihr Blut verpfändet hatten, ihre Rache zu sättigen, oderder kalten, selbstsüchtigen Politik entfernter Monarchen Europa-Geltung zu verschaffen.

Vielleicht gibt kein Distrikt auf der ganzen Strecke der da-zwischen liegenden Gränzen ein lebendigeres Bild von der Grau-samkeit und Wildheit der barbarischen Kriege jener Zeiten, alsdas Land, welches zwischen den Quellen des Hudson und den anstoßen-den Seen liegt.

Der letzte Mohikan.

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