III. Recen fronen. 421.
ken, wer wollte, wer dürste andern? Auch H a-gcdorns Anmerkungen zu seinen Gedichten stehenunversehrt da; zum Dank der Leser. Außer derVorrede des Herausgebers zum ersten Theil, ist dervierte Theil als Zusammenstellung EschenburgsJedem gewiß willkommene Arbeit. Hagedorns Lebenist erzählt ; als Dichter ist er charaktcrisirt, d. i. ge-schätzt, aber nicht übergeschatzt worden; Hagedornselbst könnte beides lesen und würde wahrscheinlichsagen: „Der war ich ! Der befliß ich mich zu seyn!"
Aus den vom Dichter selbst verworfnen Iugendstü-cken sind Proben gegeben ^ aber mit Auswahl, nieermüdend. Als Nachtrag aus Hagedorn Papierenerscheinen von S. iig. einige poetiche Schreiben,unter denen die beiden in des guten Brockes Ma-nier, insonderheit das zweite an L lskow (S. ri8.)voll glücklichen Humors sind; sodann einige Lieder,Sinngedichte, Gesundheiten, allcsammtKinder des Frohsinns und der Freude:
O nicht den Königen! nein! Uns den starkenWein
Denn Balhseba hat Rechr *). Ihr Herren, schen-ket ein.
In Arbeit ungestört!
2m Bitten erhört!
Im Glück unbethört!
Gesunden Leib, gesunde Scheitel,
Und viel Gesundheit in dem Beutel.
) Sprüche Salomen, 3i> h.