III. Recensionen.
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Die Erklärung des sechsten Gema hldes :„Theseus bestraft den F i c b t e n b e u g e r"stellt jenen Heros nicht nur in der Unternehmungdar, die das Gemahldc zeigt, sondern überbauptals den Herkules der Athenienscr, in dessen Thaten,die säst alle auf Entwilderung und Veredluin derMenschheit, auf Besirafung und Beschränkung d.rBosb.it abzwcckt.n, von den Griech.n selbst eineM oral in B ei spiele n u n d Abb i l d u n g e nauf öffentlichen Platzen und in Tempeln als dassprechendste Erweckun.go-mittel zur Lugend und Psticht-maßigreit gegeben ward , dem also auch Euripides(wabrücheinlich nach der Bestrafung des Sciron,)die Worte in den Mund legt: „Schon ists, den
Frevler zu bestrafen, schön !" Das bemerkte eigent-lich Attische in der Geschichte und den Vorstel-lungen Theseus giebt manche weiter zu verfolgendeneue Seite.
Das siebende Gemahlde : „M cdea b e-rcdet die Töchter des Pelias zum Va-t e r m o r d e" ist sehr anschaulich ; daß es indesidie Stelle der tragischen Muse vertrete, (S. rl>r.)ist nicht zu wünschen. Vielleicht möchte auch Ei-niges in der Geschichte der Medea hier zu künst-lich ausgclegt lern — eine Scilla, die wohl ebenso vorsichtig zu vermeiden ist, als die gegenseitigeEharvbdis zu g cmeinc r Vorstellungen, in dieunsere neuere Altertbumsausleguug der lieben SimPlicitat wegen binsteuret. Die Zauber- und Hepen-geschichtcn der Griechen werden hier mehrmals wohl„orientir l."
Herders W.Lit.u.Kuiist. XM. Bb