III. Recensionen. 36 1.
z. B. das phonicische Kvph auf Bellerophons Pflc-de auch nicht gestanden hatte, so sollte es diesmalstatt der Schlange darauf gestanden haben. — ImGemähldc der Braut überrascht die Deutung, daßes nicht die Schmückung derselben zu einer wirkli-chen , sondern zur Hochzeit der Mysteriensey , wozu der geflügelte Genius allerdings den Winkgibt, mit einer reichen Aussicht. Es kann nichtfehlen, daß der Erklärer, wenn er mit seinem Scharf-sinn bei mehreren Vasen diese Idee verfolgt, eineMenge Vorstellungen ins Licht seht, die bei Gori,Passcri u. f. in wirklich geheimer Dunkelheit la-gen. Hierauf sowohl, als auf die andre Hoffnung,die der Erklärer gibt, auf den eigcnthümlichen Geistdes gewiß früh gebildeten, westli-chen oder Großgriechenlandes bcstnlnreRücksicht nehmen zu wollen, muß sich jeder sach-verständige freuen, und dem Erklärer, der in dieSchranken einer großen Laufbahn tritt, einen pa-triotischen , allgemeinnützlichen Sicgcswunsch zurufen.Ein großes Feld der schönsten Geschichte des mensch-lichen Geistes, der griechischen Poesie und Kunstfa-bel liegt vor ihm; in manchem derselben kann eineneue Epoche werden.
Noch ist zu bemerken, daß zu diesen Vascnge-mahlden eine frühere Schrift des Erklärer» : Uebecden Raub der Eassandra auf einem Gefäßvon gebrannter Erde, ni i t Erklärungen vonMeyer und Völliger (Weimar 179-t-) i"Vielem gehöre. Sie ist so reich an Erläuterungen,daß sich darauf gewiß oft bezogen werden wird. -Und wenn diese Vasengcmählde rasch und glücklich