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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 13 (1821) Nachlese
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319
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allere deutsche Dichter. 3rg

Drama sich die Mühe hatte nehmen wollen, auchhier zu fragen:was denn Ort und Zeit sey?"

Solls das Vretergerüste, und der Zeitraum einesDivertissements an iIEtrs ftyn: so hat niemandin der Welt Einheit des Orts, Maaß der Zeit undder Scenen, als die Franzosen. Die Griechen bei ibrer hohen Täuschung, von der wir sästkeinen Begriff haben bei ihren Anstalten fürdas OcffeNtliche der Bühne, bei ihrer rechten Tem-pclandacht vor derselben, habe» an nichts wenigerals das je gedacht. Wie muß die Täuschung einesMenschen seyn, der hinter jedem Austritt nach sei-ner Uhr sehen will, ob auch so Was in so viel Zeithabe geschehen können? und dem cs sodann Hauptele-ment der Herzensfreude würde, daß der Dichter ihndoch ja um keinen Augenblick betrogen, sondern aufdem Gerüste Nur eben so viel gezeigt hat, als er«n der Zeit im Schncckcttgange seines Lebens sehenwürde - welch ein Geschöpf, dem das Hauptfrcudewäre! und welch ein Dichter, der darauf als Haupt-zweck arbeitete , und sich dann mit dem Regclnkrambrüstete:wie artig habe ich nicht so viel und so

viel schöne Spielewerke! auf den engen gegebnenRaum dieser Brctergrube, tUoLtrs t'ran^ois ge-nannt, und in den gegebnen Zeitraum der Visitedahin eingeklemmt und eingepaßr! die Scenen silirtund ensilict! alles genau geflickt und geheftet"elender Ceremonienmcistec! Savoparde des Theaters,nicht Schöpfer! Dichtet! dramatischer Gott!. Alssolchem schlägt dir keine Uhr auf Thurm und Tem-pel, sondern du hast Raum und Zeitmaaße zu schaf-fen, und wenn du eine Welt hcrvorbringen kannst,und die nicht anders, als in Raum und Zeit