ältere deutsche Dichter. 3t5
guter letzt die Abendlust so sanft gewittert,, ringsum das Haus, wo zwar die Schwalbe so sichernistet, aber du, o König — das ist im unsichtba-ren Werk! — dich deiner Mördergrube näherst.Das Haus in unruhiger, gastlicher Zubereitung,und Macbeth in Zubereitung zum Morde! Diebereitende Nachtseen.e Bankos mit Fackel und Schwerin!Der Dolch! der schauerliche Dolch der Vision!Glocke — kaum ists geschehen und das Pochen ander Thür! — Die Entdeckung, Versammlung —man trabe alle Ocrter und Zeiten durch, wo daszu der Absicht, in der Schöpfung , anders als d aund s o geschehen könnte. Die Mordsccne Bankoüim Walde; das Nachtgastmahl und Bankos Geist— nun wieder die Hexenhaide (denn seine erschreck-liche Schicksalschat ist zu Ende!) Nun Aaubcrhöhlc,Beschwörung, Prophezeihung, Wuth und Verzweif-lung ! Der Tod der Kinder Macdufs unter denFlügeln ibrer einsamen Mutter! und jene zweenVertriebne unter dem Baum, und nun die grauer-lichc Nachkwanderin im Schlosse, und die wunder-bare Erfüllung der Prophezeihung — der hcranzie-hende Wald — Macbeths Tod durch das Schwert»ines Ungebohrnsn — ich müßte alle, alle Scenenausschreiben, um das idealisiere Lokal des unnenn-baren Ganzen« der Schicksals-KönigsmordS-und Aauberwelt zu nennen, die als Seele dasStück, bis auf den kleinsten Umstand von Zeit, Ort,selbst scheinbarer Awischcnvcrwirrunq, belebt, Allesin der Seele zu Einem schauderhaften, unzertrenn-lichen Ganzen zu machen — und doch würde ich mitAllem nichts sagen.