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II. Andenken ein einige
gern, deiß in dem kleinen Kreise, wo dies gelesenwird,.es niememd mehr in den Sinn komme, über,für nnd wider ihn ;u schreiben: ihn weder zu ent-schuldigen, noch zu verleumden; ober zu erklären,zu fühlen wie er ist, zu nützen, und — wo mög-lich ! — uns Deutschen herzustellen. Trüge diesBlatt dazu etwas bei!
Die kühnsten Feinde Shakespeare's haben ihn— unter wie vielfache» Gestalten! beschuldigt undverspottet, das er, wenn auch ein grosser Dichter,doch kein guter Schauspicldichter, und wenn auchdies, doch wahrlich kein so klassischer Trauerspielcrsey, als Sophokles, Euripides, Corneilleund Voltaire , die alles Höchste und Ganze die-ser Kunst erschöpft. — Und die kühnsten FreundeShakespears haben sich meistens nur begnüget, ih»hierüber zu entschuldigen, zu retten: seine
Schönheiten nur immer mit Anstoß gegen die Rc-^,.en zu wagen, zu kcmpensircn; ihm als Angeklag-ten das ak-solvo zu errede», und dann sein Grossesdesto mehr zu vergöttern, je mehr sie über Fehlerdie Achsel ziehen mussten. So stehet die Sache nochbei den neuesten Herausgebern und Kommentatorenüber ihn — ich hoffe, diese Blatter sollen den Ge-sichtspunkt verändern, daß sein Bild in ein volleresLicht kommt.
Aber ist die Hoffnung nicht zu kühn? gegenso viele, große Leute, die ihn schon behandelt, zuanmaßend? ich glaube nicht. Wenn ich zeige, daßman von beiden Seiten blos auf ein Vorurtheil,auf Wahn gebaut, der nichts ist, wenn ich also