II. Andenken an einige
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Falscher Ruhm.
Gelogen und unverdientes Lob will Manchen hocherheben,
Der ganzes Lob mit rechter Folg nie könnt' er-streben.
Wie? daß er vor die Besten tritt, Würd' und Ehre
zu empfangen?
Seine krumme Ehr' ist falsche Färb' auf trüben blaffen
Wangen.
Abscheulich beide. Jedermann, den Guten und den
Weisen.
Der kranke Glanz, der falsche Ruhm, sie werden
gbe reisen.
Die Würde wird an Solchen Schand',
Wie der im Löwenbilde schrie,
Und an den langen Ohren
Bald ward erkannt.
Tugend und Schande.
Nun hat die Schande Treu' und Ehr' ver-jaget,
Daß man sie wenig sieht; die Schande desto mehr.An allen Orten bricht sie durch die Wehr,
Daß auch der Edlen Mund nicht mehr die. Wahrheit
saget.