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H. Andenken an einige
Außer dieser lebendigen Deklamation hat Wca,herlin eine merkwürdige zum Thcil bencideuswürdigeSprache, die theils provinzial, theils von ihm selbstgebildet ist» Lft wird sie hart, weil er dem Drangeder englischen Kürze zu sehr nachcifcrt; überall aber,und auch in seinen Fehlern, giebt er Lehren. Wennich ein Schwabe wäre, wollte ich mir die Ausgabedieses Dichters in seinen besten Stücken nicht neh-men lassen, und ein Idiotikon seiner Sprache mitihm liefern. — Ein großer Theil seiner Gedichtesind Lobgesänge, meistens auf sehr würdige Perso-nen , z. E. Gustav Adolph, Bernhard vonSachsen, Ernst von Mansfeld, den Ritter W o t-ton u. a.; die meisten enthalten treffliche Stellenzum Lohn des Patriotismus und der Tugend. Kurz,mir wäre es nicht unwohl, wenn ich diesen Dichtervon einer guten Hand wieder erweckt sähe; michdünkt, Ihnen gewiß nicht minder. —
Neunter Brief.
Mich freuts , daß Ihnen Weckhcrlin Freude ge-macht hat; wenn Sie mich aber zur Fortsetzung
auch die innigste Jusammenschmclznng der Poesieund Musik allein möglich. Klopstock hat die-sen Weg der Poesie eröffnet, und andre habensich eigne Fußsteige gebahner, so daß wir zurunskandirren Barbarei nicht mehr zurückkehrcnkönnen, noch dürfen.