altere deutsche Dichter. 253
Der selbst nicht weiß, wie übel schmerzetDes Bösen Lob, des Frommen Fluch;
Dem ein Freund oder gutes BuchSchadlos die lange Zeit verkürzet.
Und dessen Muth vor nichts sich scheuet,
Als allzeit ferrig für den Tod —
Der ernstlich früh und spät zu GottUm Gnade, nicht um Güter schreiet.
Der Mensch besorgt sich keines Falles,
Denn Er ist frei, reich, gut und groß,
Sein selbst Herr, ob er wohl landlos, sUnd, habend nichrs, hat er doch alles.
All Gl ü ck g u t.
Das Glück ist allen gleich und gut,
Ist auch beständig heut' und morgen;
Den Reiche» giebts Furcht, Müh und Sorgen,Den Armen Hoffnung, Sinn und Muth.
Tod eines Lasterhaften.
Gelebet hat er nicht, als ob er sterben srllre,Gestorben ist er nicht, als ob er leben wollte.