ältere deutsche Dichter.
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tcn Willens ist, wie es unsere Zeit fordert. Ihmalso nicht vorzugreifen, spreche ich von den Lateini-schen Schriftchen dieses Mannes kein Wort mehrund bleibe bei seinen deutschen Versen, die er unterdem Namen: g c i st l i c h c K u rz w e i l Straßburg1619 in 12. herausgegebcn hat, und die nur öBogen betragen«
Erwarten Sie in ihm keinen klassischen Dichterunsrer Zeit; die seine und auch der damalige Zu-stand der deutschen Sprache litt es nicht. Damalsschrieb alles Latein; und auch Er schrieb, was ergefeilt schreiben wollte, in dieser Sprache; fürsDeutsche blieben, wann ich so sagen darf, nur dieHaus- und Hcrzensgeschafte übrig. Das meistealso, auch in dieser geistlichen Kurzweil, ist fürWeib, Kinder, Volk, Freunde; und der Verfassersagt am Ende:
Ohn Kunst, ohn Müh und Fleiß ich dicht':
Drum nicht nach deinem Kopf mich rieht.
Bis du schwitz'st, spitz'st und schnitz'st im Sinn,Hab' ichs gesetzt und fahr dahin.
Gefallt dirs nicht, wie ich ihm rhu,
Machs besser, nimm ein Jahr dazu.
Sie sehen hicmit ohngcfahr die Manier seinerVerse. Wir nennen sie jetzt Knittelreime, und ha-ben sie zu possirlichcn Ideen bcrabgestoßcn; damalswaren sie das angenommene Lehr - und Erzahlungs-metrum; so wie denn auch der schlichte, unermüd-liche , gerade Gang dieser Verse, ihre Leichtigkeitund Freiheit sowohl zur Erzählung, als zum ge-