ältere deut'che Dichter.
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Siebenter Brief.
Luther war cin starker Geist, ein wahrerProphet und Prediger unscrs Vaterlandes. Er hatdie elastische Wücherfprache der Deutschen zuerst sipi-ret; alle seine Schriften sind voll Herz und Muth.Auch seine wenigen Lieder athmcn deutsche Kraft,obwohl seine Uebersetzungen alter Hymnen ziemlichhart sind. Es wäre zu wünschen gewesen, daß,wie in Allem, so auch jn dieser Licdersprache stin Geisthätte fortcrbcn können; leider aber war das unmög-lich. Der einzige Erasmus Ulberus, undspäterhin wenige Andere gingen iin Ton der Kir-chenpocsie, den er angegeben hatte, auf seiner Bahn,wiewohl auch mit .sehr ungleichen Schritten fort;der Meistersangerton bemächtigte sich des Gesang-buchs der Protestanten, und die kläglichen Zeiten,die bald nach Luther folgten, brachten vor Allemkincii klagenden Ton in die Gesänge. Baldnistete sich auch der dogmatische Geist in sie, undzulept ward der größcste Thcil derselben Machwerk;so daß nach Luther beinah der einzige Paul Ger-hard, (und wie spat lebte dieser!) unt>r den Lie-dersangern hervorschimmert. *) Eine poetische Re-formation bewirkte Luther also nicht; (dessen er sich
") Barth. Rigg walds treuem Eckard u. a.lasse ich auch ihr Rechr wicdcrfahrcri.