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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 13 (1821) Nachlese
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II. Andenken an einige

Und sie haben viel Schaden actban, diese lang-weiligen Meistergesänge. Alle Gesangbücher wurdendamit augcsteckt ^ die Flickwörter, Flicksylben , jedessijah der Meister gieng unvermerkt insonderheit indie geistliche Poesie über. Zeh w> wohl , daß manvon dieser S.ite die Sache nicht hat betrachten mö-gen; meine Behauptung ist ab.r wahr, und laßtsich aus der Geschichte erweisen. Die älteste Poesieder Deutschen war kurz, die Lieder der Kirchenvaterkurz und bündig; das Trödeln kam von den Hand-werksstühlen her, und wie konnts auch anders?Ein Mann ohne Gedanken und Kenntnisse soll lan-ge Weisen ausfüllen! Ein Mann ohne große, ge-schweige außerordentliche Empfindungen, soll neueWeisen erfinden und lehren! Nur unter den Deut-schen , zumal in den Reichsstädten hat dieser Zunft-kram so lange dauern und von da aus sich so weitfortbreitett können: denn der Deutschen Art nachwird alles gern langweilig und zünftig.

Erlauben Sie also, daß ich vom großen klebe!mir das kleinste wähle, mithin auf die geistliche»und weltlichen Schwänke der mehresten Mcister-sangcr Verzicht tbue und mich a» ihre Grüße undSprüche halte.

Sie wissen, die Meister sagen einander vorder Lade den Gruß; der Geselle har seinen Spruch.Solche Grüße und Sprüche hat auch die Meistersan-geczunst fleißig gchandhabet. *)

*) Eine Sammlung derselben war diesem Briefe bei-gclegt; sie mag indeß auf einen andern Ortwarten.