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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 13 (1821) Nachlese
Entstehung
Seite
189
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ältere deutsche Dichter. iög

Sinn und Kraft seines Urhebers zeiget. Es ist derLobgesang auf den heiligen Anno, Erz-bischof von Kölln, den Opitz fand und zu findenverdiente. *)

Wir hörten vielfach singen

von alten Dingen,

wie schnelle Helden fochten,

wie sie feste Bürge brachen,

wie sich liebe Freunde schieden,

wie reiche Könige all zergingen,

Nun ist Zeit, daß wir denken,wie wir selbst sollen enden.

Christ, unser Herre gut,so manche Zeichen er vor uns thut,als er auf dem Siegberg hat gethandurch den theuerlichen Mannden heiligen Bischof Anno

Bemerken Sie, wie groß der Bischof angekün-digt wird, als ein letzter Zeuge und Botschafter dcSnahenden Endes der Welt, von dem man sich da-mals überzeugt hielt. Schön wäre es, wenn wirnoch jetzt die interessanten Gesäuge besaßen , die dieserEingang anführt; sie find aber dahin, und deshalbwollen wir auf die wenigen Ueberbleibscl um sosorgsamer achten.

Als ein frommer Gesang kündigt sich also diesLied an, und holet weit aus:

*) Sc Hilter, ll?. I. Opitz Gedichte, BodmersAusg. S. r/I.