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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 13 (1821) Nachlese
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Dichtung und Fabel.

letzt alle seine Glieder zerschlagen, wenn er die lyri-sche Bühne zur Frevel- und Lastecbude erniedrigtsah? Widrige Empfindungen solcher Art macht keinHonig der Musen süß; vielmehr wird unser Herzzerrissen, wenn man in jedem Augenblick die süßesteGabe der Götter, die Musik, so mißverstanden, soentweiht sicht.

Könnte cs überhaupt ein reineres Ideal geben,als was der lyrischen Dichtung vorschwcbet? DerEher der alten Schaubühne hatte nach Horaz *)die Rolle,

Den Guten hold zu seyn, sie zu berathen,

Im Zorne sie zurückzuhalten undIm Kampf der Leidenschaft und Pflicht zu unter-stützen.

Er preis' uns an, die lcichtbesetzte .TafelDer Mäßigkeit, und das heilsame Recht,

Das Glück des Ruhestands bei offnen Thoren.

Was ihm vertraut wird, wiß' er zu verschweigen;Auch wend' er öfters an die Gbtrer sichMit seirlichem Gebet und flehe um die RettungDer unterdrückten Unschuld und des Stolzen Fall.

Dies war die Rolle des Chors der Alten; derlyrische Dichter hat keine Rolle; seine P,rson ver-schwindet; denn durch ihn singet die Muse. Cr

's Unrat, cle arte poet, nach Wielands lieber-setzung.