Dichtung und Fabel.
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dieser Sprachen, insonderheit die griechische, fopoesic-und tonrcich waren. Indessen war und blieb diefialles nur ein Gerath, das man im Geist derPsalmen und des jüdischen, hin und wieder auchdes ehemaligen heidnischen Gottesdienstes gebrauchte,au dessen Stelle die neue Liturgie trat. Das Volksollte beschäftigt, ergötzt, erbauet werden; wie konntedies? anders geschehen, als daß man sich seinem Ohr,Auge und Genius bequemte?,
II. Nicht aber macht der Hymnus allein denGottesdienst aus; die menschliche Seele, ein Instru-ment vieler Tonarten und Saiten, will auch einsanftes, erbauliches Lied, den Zeugen einer stillerenFreude und leiseren Belehrung; sie will auch inGefahr und Angst, in Kummer und Sehnsucht ein„H err erbarme dich unser," ein klagendes,ängstliches Missrsra. Für alle diese .Gemüthszu-ständc und Situationen des Lebens hatten die Psal-men einen reichen Vorrath; und da die Kirche oftin Umstande gerieth, in denen sie solcher Angstge-bete nöthig hatte, so ward dieser Vorrath der Psal-men vielfach gebrauchet. Daher also die Bußpsal-men , die girrende Stimme der Turteltaube in denHöhlen und Stcinklüftcn, die langen, klagendenLitaneycn mit dem wiederholten Echo des KyrieEleison; daher die Seufzer um Errettung, die Ge-sänge der Hoffnung eines andern Lebens. AufGlaube und Zuversicht war die christliche Kirche ge-gründet; Glaube und Zuversicht erheben und beflü-geln sich am stärksten mit dem Gesänge der An-dacht. Uebcr den Gräbern der Entschlafenen töntenicht heidnische Verzweifelung und Furcht für'm