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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 13 (1821) Nachlese
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I. Ueder Bild^

innigsten Wirkung gepriesen; indem du qezeigethast>wie eine so edle Natur, als die Natur des Men-schen ist, so wenig von meiner allmächtigen Wir-kung fassen, sic nur noch so kurze Zeit, in so ein-fachen Anfängen und Gangen ertragen könne. ImGewühl deiner Farben und Gestalten hingegen ver-wirret sie sich nie, und bat gar, wie du selbst ge-sagt bast, noch etwas nöthig, was über alle Erd-gestaltcn hinausgchet, um sich nur einigermaßengegen das leere Wiederkommen derselben zu sichern.Bei mir hat sie dicß nicht nöthig: meinen Empfin-dungen bleibt jede Erdennatur unendlich nach, undsie wird lange von Stufe zu Stufe steigen, ehe siedas Tongebaude der allgemeinen Vollkommenheit nurin einigem Umfange, mit einiger Fortdauer seinerewig steigenden Melodie empfindet

Indem die Tonkunst dieses sprach, und dasganze Gefühl der Begeisterung davon in ibrcm Ge-sicht, in ihrer Geberbe zeigte, hakte sich die MuseUrania zu ihr gesetzt, und sie umfasset mit ihrenArmen. Auch die Augen der jungen Poesie warenauf sie geheftet, und fast waren ihre Worte selbstzu Tönen geworden, die Wirkungen ihrer Kunst demganzen Olympus zu zeigen. Aber Vater Apollo sielihr zu rechter Zeit ins Wort, und gab ibr zu ver-stehen , daß hier nur von Erdemusik die Rede ssy,und was die Tonkunst für Wirkung auf mensch-liche Gemüther habe. Du hast dich genug gerecht-fertiget , meine Tochter, ja deine Kunst dis zumOlymp erhoben; es ist Zeit, daß deine Schwesterrede.