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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 13 (1821) Nachlese
Entstehung
Seite
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I. Uebcr Bild,

aber auch die Thicre etwas von dem Schönen nach-gcahmter Formen?

Dcmodor. Nein.

T h e a n o. Sie sehen also, daß die Musikeinen Grad niedriger scy.

Dcmodor. Darum wirkt sie aber auch umso starker.

Theano. Und wie wirkt sic? Sic regt dasinnre Drgan der Empfindung auf; aber sic giebtder Seele durchaus keinen bestimmten Gedanken.Vielmehr laßt sie ihr, so lange sic ohne Worte ist,frei, was sie will, aus dem Schatz der Erinnerungzu holen, und macht also in vrrschiedncn Gemüths-zustanden auch sehr vcrschicdnc Effekte. Die zeich-nende Kunst bestimmt ihren Gegenstand auf's ge-naueste; also ist die Wirkung, die sie macht, viel-mehr die Ihre, eine bestimmtere, menschliche Wir-kung.

Dcmodor. Mich dünkt, das habe ich gesagt.

Theano. Angcdcutct wohl; aber nicht soscharf bezeichnet, wie ich's wünschte. Im Grundefreilich bleiben beide Künste in den meisten Stückengegen einander ganz unausmeßbar.

Dcmodor. Außer sofern sie eine gemein-schaftliche Seele berühren, und eben deßhalb halteich, fo wenig man mit allen Gegencinanderstellun-gen je auf den Grund kommen wird, die Verglei-chung selbst immer nützlich.