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26 (1847) Ravensnest, oder die Rothhäute : eine Erzählung
Entstehung
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645
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gesichter und gute Blaßgesichter. Die guten rothen Männer unddie guten Blaßgesichter thun, was recht ist; die Schlimmen aberthun Unrecht, dies ist bei beiden das Gleiche. Der große Geistdes Indianers und der große Geist des weißen Mannes ist dernämliche; ebenso ist es bei den bösen Geistern. Hierin findet keinUnterschied Statt.

Meine Bruder, ein rother Mann weiß in seinem Herzen,wenn er thut was recht ist, und wenn er thut, was unrecht ist.Man braucht es ihm nicht erst zu sagen, denn er sagt sich's selbst.Sein Gesicht ist roth und er kann die Farbe nicht Wechsel». DerAnstrich ist zu dick. Wenn er sich sagt, wie viel Unrecht er gethanhabe, so geht er ins Gebüsch und ist bekümmert. Kommt er wiederzurück, so ist er ein besserer Mann.

Meine Bruder, anders ist dies bei dem Bleichgesicht. Er istweiß und braucht keine Steine zu seinem Anstrich. Wenn er sichsagt, er habe Unrecht gethan, so kann sein Gesicht sich selbst färben.Jedermann kann sehen, daß er sich schämt. Er geht nicht in das

Gebüsch, denn es würde ihn nichts nützen. Er malt sich so schnell,daß keine Zeit dafür vorhanden ist. Deshalb hüllt er sein Gesichtin einen Calico-Sack. Dies ist nicht gut, aber immerhin besser,als wenn wenn man auf Einen mit den Fingern zeigt.

Meine Brüdcr, der Biedere unter den Onondagoes ist nie insGebüsch gelaufen, weil er sich schämte. Er hatte nie Ursache dazu.Er brauchte sich nicht zu sagen, daß er boshaft sey, und hat auchsein Gesicht nicht in einen Calieosack gesteckt; er kann sich nichtmalen, wie ein Blaßgesicht.

Meine Bruder, hört ich will Euch eine Geschichte erzäh-len. Vor langer Zeit war hier Alles anders. Die Lichtungenwaren klein und die Wälder groß. Damals gab es hier viele rotheMänner und nur wenige Blaßgesichter. Jetzt ist's anders. Ihrwißt selbst, wie es heute hier aussieht.

Meine Brüder, ich spreche von Dinge», die vor hundert Win-