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26 (1847) Ravensnest, oder die Rothhäute : eine Erzählung
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und hundert Winter sind nicht im Stande, ihn seiner Blätter zuentkleiden. Er sieht aus wie die älteste Eiche im Urwald. Er istsehr großartig und man hat eine Freude, ihn zu betrachten. Wennwir ihn sehen, sehen wir einen Häuptling, der die Väter unsrerVäter und die Väter unsrer Großväter kannte. Eine lange Zeitging darüber hin. Er ist eine Ueberlieferung nnd kennt alle Dinge.Nur Eines bemerken wir an ihm, das nicht sehn sollte. Er wurdeals ein rother Mann geboren, hat aber so lange unter den Blaß-gesichtern gelebt, daß wir fürchten, wenn er hingeht zu den glück-lichen Jagdgründen, werden die gute» Geister ihn für ein Blaßgesichthalten nnd ihn auf den unrechten Pfad weisen. Wäre dieses derFall, so würden die rothen Männer den Biederen unter den Onon-dagoes für immer verlieren. Dies sollte nicht seyn. Auch meinVater kann dies nicht wünschen und er wird sich eines Besserenbedenken. Er wird zurückkehren unter seine Kinder und seine Weis-heit, seinen Rath dem Volk seiner eigenen Farbe hinterlassen. Ichbitte ihn, daß er dies thue.

Es ist jetzt ein langer Pfad bis zu den Wigwams der rothenMänner. Früher war's nicht so, aber der Pfad hat sich gestreckt.Es ist ein sehr langer Pfad. Unsre jungen Männer wandern ihnoft, um die Gräber ihrer Väter zu besuchen, und sie wissen, wielang er ist. Meine Znnge ist nicht krumm, sondern gerade; siewill daher kein falsches Lied singen und sagt meinem Vater dieWahrheit. Der Pfad ist sehr lang. Doch die Blaßgesichter sindwunderbar! Was haben sie nicht gethan? Was werden sie nichtthun? Sie haben Canoes gemacht nnd Schlitten, die so geschwindfliegen, wie die Vogel. Der Hirsch könnte sie nicht fangen. Siehaben Schwingen von Feuer und werden nie müde. Sie gehen,wenn die Menschen schlafen. Der Pfad ist lang, aber er läßt sichbald zurücklegen mit solchen Schwingen. Mein Vater kann dieReise machen nnd er wird an keine Müdigkeit denken. Möge er esversuchen. Seine Kinder werden Sorge für ihn tragen. Onkel