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henden Sonne heimziehen. — Vater, unsere Ueberlieferungen sindwahr; sie lügen nie! Eine lügenhafte Ueberlieferung ist schlimmer,als ein lügenhafter Indianer. Ein lügenhafter Indianer täuschtdurch das, was er sagt, seine Freunde, sein Weib, seine Kinder;was eine lügenhafte Ueberlieferung sagt, täuscht einen Stamm.Unsere Ueberlieferungen sind wahr; sie sprechen von dem biederenOnondago. Alle die Stämme auf den Prärieen haben diese Ueber-lieferung gehört und sind erfreut darüber. Es ist gut, von Gerech-tigkeit zu hören, schlimm aber, wenn man Kunde erhält von Un-gerechtigkeit. Ohne Gerechtigkeit ist ein Indianer nicht besser, alsein Wolf. Nein, es giebt keine Zunge auf den Prärieen, welchenicht von dieser schönen Ueberlieferung zu erzählen wüßte. Wirkonnten nicht an dem Wigwam unsers Vaters vorbeikommen, ohneseitwärts zu wandern, um ihn zu sehen. Unsere Squaws und Pa-puffe sehnen sich nach uns; wenn wir aber vergessen hätten, unsermVater einen Besuch zu machen, so würden sie uns sagen, wir sol-len umkehren und es nachholen. -— Warum hat mein Vater soviele Winter gesehen? Es ist der Wille des Manitou. Der großeGeist will ihn noch ein wenig länger hier behalten. Er gleichtden Steinen, die aufgehäuft sind, um den Jägern zu sagen, wo derangenehme Pfad zu finden ist. Alle rothen Männer, die ihn sehen,wissen daraus, daß sie recht daran sind. Nein, der große Geistkann meinen Vater auf Erden noch nicht entbehren, und will durchihn den rothen Männern sage», sie sollen nicht vergessen, was rechtist. Er gleicht den aufgehäuften Steinen."
Damit schloß Präriefcuer und setzte sich unter einem dumpfen,beifälligen Gemurmel wieder nieder. Er hatte dem GcsammtgefühlWorte geliehen und damit den Erfolg erzielt, der solchen Bemü-hungen nicht entgehen kann. Susquesns war von dem Gesprächekein Wort entgangen, und ich konnte bemerken, daß ihm sein In-halt zu Herzen ging, obschon er bei dieser Gelegenheit weit weni-ger Erregung bekundete, als dies bei der früheren Zusammenkunft