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26 (1847) Ravensnest, oder die Rothhäute : eine Erzählung
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Verachtung der indianischen Bräuche aus; aber der rothe Mannübersah dies mit der Höflichkeit eines an hohe Gesellschaft gewöhn-ten Mannes und ging so ruhig weg, als ob Alles in Ordnungsey. In dieser Beziehung zeichnet sich der Indianer stets durchseine feine Bildung aus. Nie bemerkt man in seinem Benehmenein Achselzucken, ein halbverhehltes Lächeln, eine Miene des Ver-ständnisses, einen Wink, ein Nicken oder irgend etwas von jenenZeichen und Mittheilungen, zu denen der Ungebildetere in Gesell-schaft gewöhnlich seine Zuflucht nimmt. Er bleibt stets würdevollund ruhig, mag dies nun Wirkung einer natürlichen Kälte oderdes Charakters seyn.

Das Rauchen wurde nun allgemein, aber nur als Ceremonie,da außer Jaaf niemand darauf erpicht war, seine Pfeife zu Endezu bringen. Was den Schwarzen betraf, so war er eben so sehrder Neberlegenheit seiner Race über die der Rothhäute, als einerUnterordnung der ersteren unter die der Weißen sich bewußt, undder Gedanke, daß die gegenwärtige Methode, sich des Tabacks zubedienen, ein indianischer Brauch sey war für ihn ein zureichen-der Grund, sich ihm nicht anzubequemen. Das Rauchen dauertenicht lange, und dann folgte ein tiefes Schweigen, bis sich endlichPräriefeuer erhob und zu sprechen begann.

Vater," ergriff er daS Wort,wir sind im Begriffe, Dich zuverlassen. Unsre Squaws und Papuffe auf den Prärieen wünschenuns zu sehen, und es ist Zeit für uns, daß wir gehen. Sieschauen aus nach uns in der Richtung des großen Salzsees, undwir blicken nach den großen Frischwafferseen, wo sie wohnen. Dortgeht die Sonne unter hier geht sie auf; die Entfernung ist großund viele fremde Stämme von Blaßgesichtern leben längs des Pfa-des. Unsere Reise ist eine Reise des Friedens gewesen. Wir ha-ben nicht gejagt und auch keine Skalpe genommen, sondern nurunsern großen Vater, Onkel Sam gesehen und unsern großen VaterSusquesus besucht. Wir können nun zufrieden nach der unterge-