der schon einmal scalpirt wurde, wie Ihr an seinem Schädel sehenkönnt, von der Verrätherei ihres eigenen Stamms zu erzählen, dereinmal ein Canada-Volk war. Der ältere Häudtling sprach vonden Abenteuern eines Kriegspfads, welcher von Canada aus über dasgroße Wasser bis nach einer Ansiedelung hinunterführte, wo sie vieleScalpe erwartet hatten, aber zuletzt mehr Kopfhäute verloren, als.sie fanden. Sie trafen hier an demselben Ort auch Susqucsns, denbiederen Onondago, wie sie ihn sin unserer Sprache nennen, undden Dengeese-Eigenthümer des Landes, der einen Namen führte,ungefähr wie der Eurige. Ihre Ueberlieferungen schildern letzterenals einen Krieger von großem Muth und vieler Gewandtheit. Siehalten euch für Abkömmlinge desselben und ehren euch demgemäß.Hierin liegt das ganze Geheimniß."
„Und ist es möglich, daß diese ungebildeten Wesen so zuver-lässige Ueberlieferungen besitzen?"
„Du mein Himmel, wenn ihr nur hören könntet, was sie untersich über die Lügen sagen, die ihnen aus den Zeitungen der Blaß-gesichter vorgelesen werden, so würdet ihr daraus ermessen können,wie sehr sie die Wahrheit Werth schätzen. In meiner Zeit habeich einen Strich von vielen Tagreiscn durch die Wildniß gemacht,ohne für meinen Pfad durch etwas Besseres geleitet zu werden, alsdurch eine indianische Tradition über den Lauf desselben — durcheine Tradition, die mindestens von hundert Sommern herstammenmußte. Sie wissen Alles von euren Vorvätern und auch Einigesüber Euch, wenn Ihr der Gentleman seyd, der den biederen Onon-dago oder die welke Tanne in seinem hohen Alter mit einem Wig-wam versah und ihn noch immer mit Nahrung und Brennstoffversorgt."
„Jst's möglich? Und von solchen Dingen spricht man unterden Wilden des fernen Westens?"
„Wenn Ihr diese Häuptlinge Wilde nennen wollt," entgegneteder Dolmetscher einigermaßen gekränkt, als er einen solchen Aus-