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26 (1847) Ravensnest, oder die Rothhäute : eine Erzählung
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diese, nicht einer zweimal so großen Anzahl von Spitzbuben, wiesie dort in den Büschen umherschleichen, gewachsen sind."

Warum bekunden die Häuptlinge so viel Interesse für uns?"fragte mein Onkel den Dolmetscher.Wäre es möglich, daß sieuns so viel Achtung bezeugen, weil der Grund und Boden hierherum Uns gehört?"

Durchaus nicht durchaus nicht," lautete die Antwort.Allerdings wissen sie recht wohl zwischen einem Häuptling undeinem gewöhnlichen Menschen einen Unterschied zu machen, undwährend unseres Zugs durch das Land haben sie wohl zwanzigmalihr Erstaunen gegen mich ausgedrückt, daß unter den Blaßgesichternso viele gemeine Menschen Häuptlinge seyen. Aber um Reichthümerbekümmern sie sich nicht. Unter ihnen ist derjenige der Erste, welchersich auf dem Kriegspfad und im Berathungs-Zimmer am meistenauszeichnet, obgleich sie auch solche ehren, welche große und ver-dienstvolle Vorfahren hatten."

Indeß scheinen sie doch eine ungewöhnliche, außerordentlicheTheilnahme an den Tag zu legen. Vielleicht überrascht sie's, daßsie Gentlemen in solchen Anzügen sehen."

O mein Gott, Sir, wie sollten sich Menschen, welche dieVorsteher der Factoreien und Forts das halbe Jahr in Häute ge-kleidet sehen, um Anzüge kümmern! Sie wissen, daß es Feiertageund Werkeltage gibt- Zeiten für die Alltagskleidung und Zeitenfür Federschmuck und Färbung. Nein, nein, ihre Ueberlieferungensind schuld daran, daß sie Euch beiden so viel Interesse widmen."

Ihre Ueberlieferungen? Was können diese mit uns zu schaffenhaben? Wir sind nie mit Indianern in Berührung gekommen."

In Beziehung auf euch und eure Väter mag dies wohl seineRichtigkeit haben, nicht aber wenn andere von euren Vorfahrenzur Sprache kommen. Als wir gestern in unsren, NachtquartierHalt machten, begannen jene zwei Häuptlinge, der untersetzte Man»mit der doppelten Platte aus seiner Brust und der ältliche Krieger