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26 (1847) Ravensnest, oder die Rothhäute : eine Erzählung
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sie anzureden entgegenkommen. Der Vorderste, welcher zugleich auchder älteste war und mindestens seine sechSzig Lebensjahre zählenmochte, nickte uns mit dem Kopf zu und sprach die gewöhnlicheBegrüßung aus:

Sago, Sago."

Sago," entgegnele mein Onkel.

Sago," erwiederte auch ich die Begrüßung.

Wie gehen?" fuhr der Indianer fort, der, wie wir jetzt ent-deckten, Englisch sprach.Wie heißen dies Land?"

Dies ist Ravensnest. Das Dorf Littlenest liegt etwa einehalbe Stunde jenseits von diesem Walde."

Der Indianer wandte sich um und theilte in seinen tiefen Gut-turaltönen den klebrigen die erhaltene Auskunft mit. Sie fandaugenscheinlich gute Aufnahme, was wir als einen Beweis deutenkonnten, daß sie das Ziel ihrer Wanderschaft erreicht hatten. Siebesprachen sich unn mit einander in kurzen, inhaltsvollen Bemerkun-gen, worauf der alte Häuptling sich wieder au uns wandte. Ichnenne ihn Häuptling, vbschon es augenscheinlich war, daß das ganzeHäuflein aus Männern bestand, welche Anspruch auf den gleichenTitel hatten eine Thatsache, die aus ihren Medaillen, ihremguten Anzug und aus ihrer ruhigen, würdevollen, um nicht zusage» stolzen Haltung hervorging. Sie trugen insgesammt eineleichte Sommertracht, die Moceastns, Lcggings u. s. w. nebst demCalico-Hemd oder einer dünnen Decke, die sie ungefähr nach Weiseder römischen Toga um ihren Oberleib geworfen hatten. Sie wa-ren insgesammt mit der Büchse, dem blanken Tomahawk und einemin der Scheide steckenden Messer bewaffnet; auch führte Jeder einPulverhorn nebst einem Kugelbeutel bei sich, und einige von denJüngeren waren in etwas gewählterer Weise mit Federn und denGeschenken geschmückt, die sie während ihrer langen Reise erhaltenhatten. Bon dem ganzen Haufen war übrigens keiner gemalt.