312
Personen in »nserer Lage, die sich nunmehr schon seit einer Wochekannten, entschuldigen, wenn sie mehr von dem in Anspruch genom-men wurden, was zur Zeit in dem Wagen vorging, als vom Marschdes Jnschenstammes und seinen politischen Zwecken. Indeß fühlteich doch die Nothwendigkeit, meine Begleiterin über unsere künftigenBewegungen zu Rath zu ziehen. Mary hörte mir mit augenschein-licher Befangenheit zu, und sie schien nicht zu wissen, was sie sagensollte, denn sie wechselte unter jedem neuen Impuls ihrer Gefühledie Farbe.
„Wenn Eines nicht wäre," antwortete sie nach einer gedanken-vollen Pause, „so würde ich auf dem ursprünglichen Plane, meinemVater zu folgen, beharren."
„Und welcher Grund könnte Euch veranlassen, das frühere Vor-nehmen zu ändern?"
„Wird es wohl für Euch gerathen seyn, Mr. Littlepage,Euch abermals unter diese irregeleiteten Männer zu wagen?"
„Auf mich braucht Ihr keine Rücksicht zu nehmen. Miß War-ren. Ihr seht, ich bin bereits »«entdeckt unter ihnen gewesen, undes liegt in meiner Absicht, wieder unter sie zu gehen, selbst wennich Euch zuerst nach Haus bringen müßte. Faßt daher immerhinEuern Entschluß, ohne auf mich Bedacht zu nehmen."
„So will ich denn meinem Vater folgen. Wenn ich anwesendbin, so werde ich vielleicht das Mittel, ihm eine Verunglimpfungzu ersparen."
Ich freute mich über diesen Entschluß aus zwei Gründen, vondenen mir der eine vielleicht zur Ehre gereichte, obschon ich leidersagen muß, daß der andere etwas selbstsüchtig war. Die treueAnhänglichkeit des lieben Mädchens an ihren Vater entzückte mich,aber eben so glücklich fühlte ich mich auch, wenn ich mich diesenMorgen so lang als möglich ihrer Gesellschaft erfreuen konnte.Ohne übrigens in eine genaue Zergliederung der Beweggründe ein-zugehen, fuhr ich weiter und ließ das Pferd nur in sehr langsamem