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„Wir haben hier Niemand, der das Pferd lenken könnte, meinKind, als deinen jungen deutschen Bekannten. Die Entfernung istnur kurz, und wenn er mir einen Gefallen erweisen will, so kanner ja mit dem Wägelchen in das Dorf fahren, sobald er Dichwohlbehalten an unserer Thüre abgesetzt hat."
Mary Warren war gewohnt, die Wünsche ihres Vaters zuachten, und fügte sich nun so weit, daß sie mir gestattete, ihr inden Wagen zu helfen und an ihrer Seite Platz zu nehmen. Ichmuß sagen, daß ich mit stolzer Freude die Peitsche ergriff, nun eineso kostbare Bürde meiner Obhut vertraut war. Nachdem dieseVorbereitungen getroffen, begannen die Zusehens ihren Marsch;etwa die Hälfte ging voraus und die klebrigen folgten dem Wa-gen, der ihren Gefangenen barg, während zu jeder Seite viernebenher gingen, um so jede Möglichkeit einer Flucht zu vereiteln.Alles dies ging ohne Lärm und ohne viel Worte vor sich, da dieBefehle hauptsächlich durch Zeichen und Signale ertheilt wurden.
Unser Wagen blieb ruhig stehen, bis der Jnschenhaufen we-nigstens hundert Schritte von uns abgekommen war und Niemand-weiter auf unsere Beweggründe achtete. Ich hatte in doppelterAbsicht so lange gewartet: einmal, um zu sehen, wie es die Zu-sehen weiter trieben, und dann, um Raum zu gewinnen, damit ichan einer weiter nach vorn liegenden Stelle des Weges, die breiterals gewöhnlich war, besser umkehren konnte. Nach diesem Punkthin ließ ich nun das Pferd laufen und war eben im Begriff, demKopf des Thiers die erforderliche Richtung zu geben, als ich be-merkte , daß Mary's kleine Hand hastig in die Zügel griff und be-müht war, das Pferd im früheren Gange zu erhalten.
„Nein, nein," sagte das bezaubernde Mädchen in angelegent-lichem Tone, als bestehe sie entschiedenes ihrem Vorhaben. „Wirwolle» dem Vater nach dem Dorf folgen. Ich will, darf undkann ihn nicht verlassen!"
Zeit und Ort waren in jeder Hinsicht günstig, und ich be-