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26 (1847) Ravensnest, oder die Rothhäute : eine Erzählung
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aller Erdcnwesen, des Mensche»? Er wurde eingeführt im Wider-spruch und als Opposition gegen den vermeintlichen Götzendienst,welchen man mit dem Gebrauch des WortsKirche" in Verbin-dung zu bringen beliebte, und zu einer Zeit, als gewisse SektenAnstoß daran nahmen, die Orte ihrer Gottesverehrung in letztererWeise bezeichnen zu hören, während heutzutage dieselben Sektirergute Lust haben, die ausschließliche Führung des vorgeschriebenenWorts durch Conventikel, welche es stets beibehalten haben, fürhöchst anmaßend und sogar für ein wenigaristokratisch" zu er-klären. Ich fürchte beinahe, daß unsere Ultras in der Politik, inder Religion, in der Freiheitsliebe und in anderen menschliche»Vortresflichkeiten einigermaßen geneigt sind, in ihren ereentrischeuKreisen dergleichen in sich zurückgehende Bahnen zu machen, umzuletzt ziemlich in der Nähe der Plätze wieder anzulangen, vondenen sie ausgegangen sind.

Der Weg zwischen dem Nesthans und dem Dörflein Littlenestist ländlich und ganz so angenehm, wie man ihn gewöhnlich inLandesthcilen findet, lie weder Wasserpartien, noch eine Gebirgs-sccneric bieten. Die Gegenden New-Uorks sind, wenn man sie mitden edcln Landschaften vergleicht, die man in Italien, in derSchweiz, in Spanien und in den schönern Theilen Europa's findet,selten ja ich kann wohl sagen, nie großartig; indeß haben wirdoch sehr viele Striche, die in ihren künstlichen Beigaben nur eini-ger Vollendung bedürften, um ungemein lieblich zu werden. Das-selbe ist nun der Fall bei dem Hauptthale von Ravensnest, wel-ches iu jenem Augenblicke, als wir durch dasselbe hinfuhren, unsein überraschendes Bild ländlichen NeberflusseS und ländlicher Ge-mächlichkeit bot, wie man Beides selten in der alten Welt sieht;denn die Abwesenheit der Einzäunungen und die in Dörfern zu-ammengehäuften Wohnungen geben dort den Feldern ein nacktes,verödetes Aussehen, wie gut sie auch angebaut seyn und wie üppigihre Erndten dastehen mögen.