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weise werden, wenn wir einander besser verstehen." Nichts istleichter, als einen Amerikaner dnrch die Gutachten, die sie von denFremden verlangen, irre zu führen; denn in dieser Beziehung sindsie das verbündetste Volk auf Erden, obschon sie in anderer Be-ziehung sicherlich unter die verschmitztesten gehören. „So geht'simmer beim Anfang von neuen Bekanntschaften; man versteht ein-ander nicht immer recht, und dann kommt Ihr auch nicht sonderlichmit der Sprache fort. Doch jetzt wollen wir auf die Hauptsacheübergehen. Freund — aber Ihr müßt mir zuerst schwören, daß Ihrmich nicht verrathen wollt."
„Ja, ja, ich begreife; ich soll schwören, daß ich Euch nichtverrathen wolle. Dies ist gut."
„Nun, so hebt Eure Hand auf. Halt; von welcher Religionseyd Ihr?"
„Natürlich ein Christ. Ich möchte kein Jude seyn — nein,nein: aber ich bin ein sehr schlimmer Christ."
„Was dies betrifft, sind wir Alle schlimm genug, und ich legekeinen sonderlichen Werth darauf. Ein bischen vom Teufel in einemMenschen ist gerade recht, um uns in dieser unserer Geschichte fort-zuhelfen. Aber Ihr müßt ein wenig mehr seyn, als ein Christ,denk' ich, denn in unserem Lande nennen wir dies noch keine Re-ligion. Was habt Ihr noch für einen Beihülfsglauben?"
„Beihülfsglauben? Nein, dies verstehe ich wahrhaftig nicht.Was ist der Beihülfsglaube? Kommt er von Melanchthon undLuther — oder kommt er vom Pabst her? Erklärt mir zuerst dieBedeutung dieses Wortes."
„Nun ja, welche Religion patronisirt Ihr? PatronisirtIhr die stehende Ordnung oder die knieende Ordnung — oder viel-leicht keine von beiden ? Einige Leute sind sogar der Ansicht, es sey ambesten, wenn man beim Gebet niederliege, da hiedurch die Gedankenam wenigsten zerstreut werden."
„Auch dies kann ich nicht recht begreifen. Doch lassen wir