Druckschrift 
26 (1847) Ravensnest, oder die Rothhäute : eine Erzählung
Entstehung
Seite
266
Einzelbild herunterladen
 

266

Ich weiß nicht, was ich hiezu sagen soll, da ich die Sache nichtrecht verstehe; aber was läßt sich wohl anfangen, um sie zu ändern?"

Oh, die Gesetzgebung wird Alles zurecht bringen. Es ist dieRede davon, daß ein Gesetz erlassen werden soll, welches künftighinalle Pachtverträge verbietet."

Und wird sich das Volk dies gefallen lassen? Jedermann sagtmir, Amerika sey ein freies Land; und kann man den Leuten ver-bieten, Ländereien zu pachten, wenn sie Lust dazu haben?"

Ja, seht Ihr, wir wünschen nur den Grundbesitzern ihregegenwärtigen Pachtverträge zu entleiben. Hat man's einmal so weitgebracht, so kann das Gesetz gelegentlich schon wieder weich geben."

Aber ist dies recht? Das Gesetz sollte gerecht seyn und nichtbald anziehen und bald wieder weich geben, wie Jhr's nennt."

Ich merke schon, Ihr versteht mich noch nicht. Nein, wirhaben die netteste und rundeste Gesetzgebung von der Welt, undhier muß es gerade wieder wie bei dem Bankernttgesetz zugehen."

Und wie ist's denn damit zugegangen, lvenn ich fragen darf?Ich kann mir nicht denken, was Ihr meint, da ich nichts von derSache verstehe."

Wirklich nicht? Ei, es that Wunder für einige von uns,kann ich Euch sagen. Es zahlte unsere Schulden und half unsauf, als wir am Boden lagen. Glaubt mir, dies ist wahrhaftigkeine Kleinigkeit. Ich hab' selbst zu dem .Benefiz* gegriffen, wieman's nannte."

Ihr? Wie kommt Ihr dazu, zu dem Benefiz eines Ban-kernttgesetzes zu greifen? Ihr, der Ihr als Dicnstmann auf dieserFarm lebt?"

Ja wohl; warum nicht? Unter jenem Gesetz brauchte manweiter nichts, als ungefähr sechszig Schillinge, um durch die Mühlezu kommen, und wenn Einer so viel zusammenscharren konnte, hin-derte ihn nichts, das Kerbholz so lang werden zu lassen, als erwollte. Ich hatt' mich in eine Spekulation eingelassen, und das