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26 (1847) Ravensnest, oder die Rothhäute : eine Erzählung
Entstehung
Seite
265
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An manchen Orten ist's freilich gefährlich, obschon ich nichtglaube, daß man in diesem guten Land etwas zu besorgen hat,"erwiederte ich in gebrochenem Englisch.

Warum hat fich's denn der alte Kerl so angelegen seyn las-sen, dieses Stübchen für sich zu gewinnen und Euch unter dasDach hinauszuschieben? Wir, die wir im Taglohn arbeiten, mögenmit dem Dach nichts zu schaffen haben, weiss dort im Sommergar heiß ist."

In Dscharmany hat Jedermann ein eigenes Bett," antworteteich, da mir angelegentlich darum zu thun war, auf diesen Gegen-stand nicht weiter einzugehen.

Dies war allerdings ein wenig geprahlt, denn ich wäre derWahrheit näher gekommen, wenn ich gesagt hätte: ,hat Jedermannein halbes Bett', obschon vielleicht die zweite Hälfte sich in einemandern Zimmer befindet.

Oh, dies ist's also? Na, ich kann mir denken, daß jedesLand seine besonderen Weisen hat. Dscharmany muß ein desperataristokratisches Land seyn, schätz' ich."

Ja, man findet noch viel von der alten Feudalgesetzgebungund von den Feudalbräuchen in Dscharmany."

Grundherrn die Menge, kann ich mir denken, wenn man dieSache beim Licht betrachtet. Pachtverträge so lange als mein Arm,rechne ich!"

In Dscharmany glaubt man, je länger ein Pachtvertrag sey,desto besser sey der Pächter daran."

Da dies eine rein deutsche Ansicht war, welche nicht im Ge-ringsten mit den Begriffen harmonirte, die von unsern Staats-männern unter den Amerikanern verbreitet wurden, so suchte ich siedurch meinen Dialect wo möglich noch deutscher zu machen.

Das ist ein kurioser Einfall! Wir hier meinen, daß einPachtvertrag etwas Schlimmes sey; und je weniger man von einemUebel hat, desto besser ist's."